Ich fahre für Foodora

Ich fahre für Foodora

Mein Arbeitsplatz Dominic Galander, 23, studiert International Business in Dortmund und lebt in Köln, wo er als Auslieferer und Teamleiter bei Foodora jobbt.

„Eine App auf meinem iPhone zeigt mir die Bestellungen der Kunden bei diversen Restaurants an. Auf einem Button bestätige ich, ob ich die Bestellung annehme und fahre zum Lokal. Bei der Abholung überprüfe ich, ob das Essen gut verpackt ist und die Original Foodora-Tüte verwendet wurde. Wir wollen dem Kunden vermitteln, dass die Qualität aus dem Restaurant auch zuhause genossen werden kann.

Wenn ich die Adresse des Kunden nicht kenne, lasse ich mich navigieren. Im Sommer ist die Arbeit leichter. Ich fahre zügiger, weil ich weniger Rollwiderstand zu bewältigen habe. Im Winter ist es anstrengender und eine kleine Herausforderung. Da habe ich mein Fahrrad streckenweise nur schieben können, weil es zu glatt war. Ich kann dann meinen Einsatzradius verkleinern, damit das Essen noch warm beim Kunden ankommt.

In einer App wird notiert, ob alles OK ist - so ist die Foodora-Tüte für die Restaurants Pflicht. (Foto: Karsten Schöne)

In einer App wird notiert, ob alles OK ist – so ist die Foodora-Tüte Pflicht.

Im Smartphone wird jeder Arbeitsschritt dokumentiert.Falls es mal länger dauert, weil das Restaurant länger zum Kochen braucht, oder wenn es unverhoffte Baustellen auf dem Anfahrtsweg gibt, informiere ich den Kunden telefonisch. Es gibt auch eine automatische Nachricht von uns, aber ich denke, dass die Kundenbindung besser ist, wenn ich den Kunden selbst informiere. Jeder bekommt bei uns neun Euro brutto Stundenlohn, aber bei einem 450-Eurojob ist brutto nahezu gleich netto.

Jeder bekommt bei uns neun Euro Stundenlohn.
Dominic Galander liefertfür Foodora Essen in der Kölner City aus. (Foto: Karsten Schöne)

Hinzu kommt das Trinkgeld, dass die Fahrer behalten können – Sonntagabend erhalte ich durchschnittlich 5 Euro pro Stunde. Ich finde es optimal, dass ich durch den Job viele Ecken in der Kölner Innenstadt kennenlerne, die mir noch unbekannt sind.  Da Foodora ein Start-up-Unternehmen ist, sind die Hierarchien sehr flach.

Seit kurzem betreue ich als Rider Captain , eine Art Teamleiter, 20 Fahrer. Ich teile Leute für bestimmte Gebiete ein und bin Ansprechpartner, wenn es Probleme gibt. Das funktioniert über eine WhatsApp-Gruppe. Die praktischen Erfahrungen, die ich bei der Arbeit sammeln kann, sind für mein Business-Studium wertvoll.“

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